Vinsalts DSA-Ticker

Aktuelles Im Gespräch Rezensionen Aventurien-Kurier

Die aventurischen Nachrichten des Adels-Breviers von Bjørn Jagnow findet man auf diesen Seiten. Wer hier aventurische Mitteilungen versenden möchte, sollte sich direkt an Bjørn Jagnow wenden.

Adels-Brevier 3:

Aus den Provinzen - Amtserhebungen in Albernia und Winhall:
Der Hofmarschall von Albernia und der Ritterschaftsrat von Winhall geben itzo bekannt, dass seine Hochgeboren Targuin Ui Stepahan ae.H. von Stepahan (Carsten Riedel) zum Baron von Aiwiallsfest ernannt wurde.
Desweiteren wurde Knut Knallfaust (Marcus-René Duensing) zum Vogt von Tommeldom [siehe auch Adels-Brevier Nr.1] und Seine Wohlgeboren Plaic Phonget ot Landodwe (Wilhelm Groegl) zum Edlen von Eichenhain ernannt. Eichenhain liegt in Koeniglich Abagund.

Aus den Provinzen - Baron von Aiwiallsfest gibt Verlobung bekannt:
Baron Targuin ui Stepahan von Aiwiallsfest gibt seine Verlobung mit Jungfer Guinwyfar Fenwasian bekannt, welche aus des Barons eigenem Munde als Freundin der Kobolde und Feen des Farindel- waldes bezeichnet wurde.

Aus den umkämpften Gebieten - Partisanenkaempfe in Tobrien:
Offenbar regt sich Widerstand in den Gebieten, die der Bethanier und seine natuerlichen und widernatuerlichen Armeen erobert haben. Mag es noch einleuchtend - wenn auch erschreckend - sein, dass Einzelne den dunklen Bund eingehen (denn jene werden von der Verlockung nach Macht getrieben) und auch das gemeine Volk in den eroberten Staedten und Doerfern keine Rechte Wahl hat, als ihrer alten Gesinnung abzuschwoeren (sofern sie ihr Leben hoeher schaetzen als ihr Seelenheil), so kommt Widerstand scheibar aus jenen Richtungen, von denen geringster Beistand zu erhoffen war.
Dem Anscheine nach leisten ehemals Vogelfreie und Wegelagerer den Eroberern Widerstand, verschafft ihnen doch ihr unbotmaessiger Lebenswandel entscheidende Vorteile nicht nur ehemals gegen die Buettel des Reiches, sondern auch gegen die Heeres- und Garnisionentaktiken wenigstens der menschlichen Streitkraefte des Bethaniers.
Und bissen sich in der Vergangenheit die diensthabenden Gelehrten der arkanen Akademien ebenso wie die Inquisitoren der PRAios- Kirche die Zaehne an Hecken- und Naturzauberern aus, so sind es eben jene, die mitunter kleine und dennoch bedeutsame Erfolge gegen das Ungleichgewicht der Sphaeren schlagen.
So soll im fruehen INGerimm ein Zug Pikeniere nach Ilsur unterwegs gewesen sein. In den Reihen eine Gruppe Geketteter aus den umliegenden Orten, die wegen ihrer Vergehen "gegen die siebenzackige Krone" in Ilsur oeffentlich hingerichtet werden sollten. Ihnen wurde vorgeworfen zu jenem dem INGerimm heiligen Tage des Feuers Kerzen und Lichter entzuendet zu haben und auch anderweitig dem Zwecke der Andacht dienlich gewesen zu sein.
Bevor es jedoch zum Schlimmsten an ihren Leibern und Seelen kommen sollte, wurde der Tross weit vor den Toren der Stadt in einen Hinterhalt gelockt.
Die Berichte lassen sich in verwirrender Vielfalt an, jedoch in einigen wichtigen Punkten war man sich einig. Ein alter Mann in Lumpenkleidern sei aus dem Unterholz hervorgetreten, gestuetzt auf einen Stock und an seiner Seite eine Ziege, von der er sich an einer Leine fuehren liess, als sei er mit Blindheit geschlagen.
Mit einem Male erhoben sich Winde und die Wolken sammelten sich zu einem heftigen Gewitterschlag ueber dem Trupp der Bethanier, darob sie zu keiner ernsthaften Gegenwehr faehig waren - wiewohl der Alte, scheinbar ein Druide, ungeruehrt zwischen ihre Reihen glitt und den Geketteten auf nicht naeher geklaerte Weise zur Flucht verhalf.
Erst als sich jener blinde Druide mit der Hand an der Ziege zurueck ins Unterholz schlug, sei wieder Leben in die Pikeniere gekommen. Obwohl sie durch das Gestruepp brachen, in welchem zuvor der Greis verschwunden war, konnten sie ihn nicht finden und ihre Wut richtete sich nun gegen die Bauern, deren Fluchtweg nur allzu deutlich zu erkennen war.
Doch die Bewaffneten hatten nur wenige Schritte von der Strasse fort genommen, als beidseitiger Pfeilhagel auf sie nieder prasselte und ihrer Verfolgung ein blutiges Ende setzte.
Woher Druide und Bogenschuetzen kamen und wohin sie gegangen sind, konnte nicht festgestellt werden. Die Fluechtlinge jedoch gelangten unter ihrem Schutz bis in sichere Gefilde hinter die Kampfeslinie und von dortaus schliesslich nach Nordmarken.